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NACHHALTIG LIEFERN: STARTSCHUSS IM RHEIN-NECKAR-KREIS

Veröffentlicht am:
Sep 14, 2020

Gerade in Zeiten von Corona möchten Kunden vermehrt vor allem eines: einfach, sicher und möglichst schnell die Online-Bestellung nach Hause geliefert bekommen. Doch nicht jeder Händler verfügt über die nötigen Kapazitäten, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Gerade kleinere Familienbetriebe stehen hier vor einer großen Herausforderung.

Denn nicht nur die Frage des Arbeitsaufwandes oder etwaiger Zusatzkosten wirft sich in diesem Zuge auf, sondern auch die des Transportmittels und der damit einhergehenden Umweltschonung.


Mit der Vision, regionale Lebensmittel digital und lieferbar zu machen, und der Mission, Händlern mehr Sichtbarkeit auf dem Onlinemarkt zu verleihen, gehen wir nun einen Schritt weiter. Mit dem Kick-off der sogenannten „Probebestellung“ in Sinsheim und Umgebung, möchten wir die Zukunft der Lieferbarkeit regionaler Lebensmittel unter Beweis stellen. Über die Kooperation mit Sinsheimer Taxiunternehmen Streib, bieten wir ausgewählten Händlern, wie der Meisterbäckerei “Schieck“ in Helmstadt-Bargen die Möglichkeit der direkten Hauslieferung. So können diese unkompliziert, schnell und nachhaltig Neukunden erreichen, die sonst außer Reichweite geblieben wären.


Startschuss im Rhein-Neckar-Kreis Umgebung

Unsere Händlerplattform soll nun den Trend der Hauslieferung für sich nutzen, und möglichst allen registrierten Händlern einen integrierten Lieferservice zur Verfügung stellen: Kick-off ist ab Ende September im Rhein-Neckar Kreis, genauer gesagt in und um Sinsheim mit den örtlichen

Händlern: Obst- und Gemüseecke Selcuk, Benders Schlemmerscheune, Winzer von Baden, Bäckerei Schieck, Mühlenbäcker und Marktscheune Meckse. Gemeinsam mit dem Taxiunternehmen Streib sollen diese Händler nun bestellbar gemacht werden. Mit den Modellkommunen Spechbach und Schönbrunn, die sogenannte Abholstationen für die Markftee.app bereitstellen, kommen nun noch weitere Ortschaften aus dem Rhein-Neckar-Kreis hinzu. 

Der Lieferradius der oben erwähnten Händler beläuft sich auf etwa 15 km: Sinsheim bis Meckesheim, Waibstadt und Mühlhausen. Weitere teilnehmende Kommunen sind Wiesloch ,Helmstadt-Bargen, Zuzenhausen, Eschelbronn, Rauenberg, Dielheim, Aglasterhausen und Neckarbischofsheim.

Die Testphase wird vom Projekt „Intelligente Marktplätze“ der Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis mit den Modellgemeinden Schönbrunn und Spechbach und der Verband Region Rhein-Neckar (gefördert im Rahmen der Lokalen Online Marktplätze des MLR BW) unterstützt. Insbesondere ländliche Gemeinden und kleinere Händler sollen davon profitieren.


Wertschätzung der Vielfalt unserer Region

Wer im Rhein-Neckar-Kreis nach qualitativ hochwertigen Lebensmitteln sucht, der wird schnell fündig: Bürger des Rhein-Neckar-Kreis schätzen ihre Region und handeln gerne mit ihr. Egal ob frisches Obst und Gemüse, handgeknetete Teig- oder herzhafte Fleischwaren: die Marktfee ist stolz auf ihre bisherigen Unterstützer und ihr frühes Vertrauen. Wir möchten uns gemeinsam verbessern und aktuellsten Trends und Nachfragen entgegenkommen- die sechs ersten Kandidaten sollen unsere gemeinsame Vision unter Beweis stellen.



Bild: Prachtvolle Farben und Geschmäcker aus unserer Region– voller Elan und Leidenschaft bringt Obst-und Gemüseladen Selcuk Farbe in die Hauptstraße Waibstadts

CROWDMYREGION – Digitalisierung schafft Chancengleichheit

Doch nicht nur Gemüseecke Selcuk und die anderen 5 Pioniere sollen künftig für Kunden aus dem Rhein-Neckar-Kreis lieferbar gemacht werden, sondern idealerweise alle auf der Marktfee.app registrierten Händler. Kunden als auch Anbieter sollen gleichermaßen von der Digitalisierung des Lebensmitteleinzelhandels profitieren können. Partner der beiden Projekte „CrowdMyRegion“ (gefördert vom Bundesministerium für Wirt-schaft und Energie im Rahmen der „Smart Service Welten II“) und „Intelligente Marktplätze“ (gefördert vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbrauchschutz Baden-Württemberg im Rahmen der Lokalen Online-Marktplätze), sind die Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreises, die Universität Mannheim, die Entwicklerfirma ciconia Software GmbH sowie der Verband Region Rhein-Neckar (VRRN).


Das Projekt CrowdMyRegion und die Marktfee.app zielen darauf ab, mit einer intelligenteren Verknüpfung von Einzelhandelservices durch ein soziales Liefernetzwerk eine bessere Grundversorgung in der Region zu schaffen. Somit also auch gleichwertigere Lebensverhältnisse zwischen Nachbarschaftsgemeinden zu ermöglichen. Dabei sollen regionale Anbieter durch “intelligente” Zusammenarbeit zu mehr Profit gelangen, und das so

nachhaltig wie nur möglich. Bereits bestehende Lieferwege können rentabler gestaltet werden und damit einhergehend profitabel für alle Teilnehmer: Bürger der jeweiligen Region ebenso wie der dort stattfindende Einzelhandel.


Schon zu Anfangszeiten der Marktfee.app war schnell klar: nicht jeder Kunde ist mobil- sei es aus gesundheitlichen, finanziellen oder anderen Gründen. Um auch für solche Bürger eine Anbindung an die Grundversorgung zu gewährleisten, wurde die digitale Plattform

Marktfee.app als soziales Mitbring-Netzwerk für Lebensmittel entwickelt. Die Bestelldetails können vom Kunden beliebig an einen ausgewählten Kontakt mit einem einfachen Bestellcode weitergeleitet werden. Dieser wird in Persona im Laden vorgelegt, abgeholt, und zum betroffenen Kunden nach Hause gebracht.


Wachstumsbranche Lieferservice

Wie im Projekt angedacht, soll die Marktfee.app zur Verbesserung des sozialen Liefernetzes beitragen. Idealerweise sollen auch bei der Warenlieferung Fahrtwege zwischen verschiedenen Händlern verknüpft und somit der Co2-Verbrauch eingedämmt werden.

Lieferdienste erweisen sich schon seit geraumer Zeit als gute und stressfreie Alternative zum üblichen Einkauf im Laden. Der Aufwand einer Bestellung ist einfach minimal.

Aussuchen, bestellen und abwarten. Bisher bieten schon einige Händler auf der Marktfee.app die Lieferung bis zur Haustür an. Diese scheint auch der gemeinsame Nenner für Erfolgsstorys wie der Bäckerei Liebenstein zu sein. Kein Wunder also, dass Lieferservices als enorme Wachstumsbranche anzusehen sind. Die Wachstumsbranche Lieferservice boomt. Nie gab es so viele Bringdienste wie zur heutigen Zeit und das Wachstum ist kaum zu stoppen.

Allein von den Jahren 2016 bis 2018 konnte ein Wachstum von 10 Millionen auf 16 Millionen Hauslieferungen im Bereich der Food-Delivery verzeichnet werden.

Auch die Bestellzahlen auf der Marktfee.app verraten einen ständigen Zuwachs von Hausbestellungen, nicht zuletzt an Beliebtheit gewonnen durch die Corona-Krise. 47% der Marktfee-Kundschaft bestellt demnach regelmäßig vor die Haustür; und auch nach dem 1.Lockdown sind die Zahlen verhältnismäßig höher als vor der Krise.


Mein Zuhause – meine Region

Feierabendverkehr, lange Schlangen im Verkaufsraum, ausverkaufte Waren. Deshalb wird häufig zur teureren aber einfacheren Alternativen gegriffen: in den Bereichen der Modeindustrie oder der Gastronomie sind Plattformen wie Amazon oder Zalando namhaft.

Die boomende Wachstumsbranche des Lieferservices lässt sich theoretisch aber auf alle Konsumgüter übertragen - so auch auf regionale Lebensmittelhändler. Mit einem integrierten Lieferangebot in unserer App könnte schon bald eine neue Revolution anstehen- mit der Marktfee.app als Pionier für Ihre Region.

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